Nachruf Prof. Dr. Winkler - Schleswiger Stadtgeschichte

Gesellschaft für Schleswiger Stadtgeschichte e. V.
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Nachruf Prof. Dr. Winkler

Beiträge Mitteilungen > Band 61-2016
 
Nachruf auf Prof. Dr. Rainer Winkler

 
„Schleswig verliert einen großen Menschenfreund“ titelten die Schleswiger Nachrichten am 19. August 2016 und meldeten den überraschenden Tod von Prof. Dr. Rainer Winkler, den Mitgründer und Vorsitzenden der Jugendstiftung Winkler.

 
Die Gesellschaft für Schleswiger Stadtgeschichte hat mit ihm als Vorsitzenden des Redaktionsausschusses einen guten Freund verloren, der die jährlich erscheinenden „Beiträge“ wesentlich geprägt hat. Wie bei der Jugendstiftung, die er mit seiner viel zu früh verstorbenen Frau Monika gegründet hat, hat er auch im Blick auf seine Mitarbeit in unserer Geschichtsgesellschaft selbst die Initiative ergriffen. Er selbst war es, der 2009 auf den damaligen Vorstand zukam und seine Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit erklärte.

 
Er begründete, nachdem ihm die Funktion des Redaktionsleiters angeboten wurde, sein Einverständnis wie folgt:
 
„Meine Zusage zur Übernahme des Amtes gründete vor allem auf sechs Umständen:

 
  • Erfahrungen mit – allerdings medizinischen – Publikationen, kann ich doch auf über 300 Monographien, Buch- und zeitschriftenbeiträge, darunter auch einige zur Geschichte der Chirurgie, sowie die Mitgliedschaft in etlichen wissenschaftlichen Beiräten von Medizinzeitschriften zurückblicken.
  • Die Zusage des bewährten und erfahrenen Redaktionsstabes zur weiteren Mitarbeit.
  • Ein Interesse an historischen Themen seit meiner Jugend.
  • Vor allem aber die Liebe zu Schleswig, die auch meine Frau erfüllt – die Beweise hierfür sind bekannt. Es war immer mein Ziel, in einer Stadt mit großer Geschichte zu leben. Die Möglichkeit, dies in Schleswig, das mir als ehemaligem Husumer schon sehr vertraut war, zu verwirklichen, entsprach einer Wunschvorstellung.
  • So war es nur konsequent, dass ich mich aktiv in den Dienst der Stadtgeschichtsgesellschaft stellte, sobald meine Zeit dies zuließ. Dafür, dass ihr Vorsitzender Reimer Pohl die nachhaltig beförderte, bin ich von Herzen dankbar.
  • Die „Beiträge“ sind eine Zeitschrift für historisch interessierte Laien, wie ich es einer bin. Von daher könnte es mir vielleicht leichter fallen, den Bedürfnissen der Leserinnen und Leser zu dienen, als dies von der höheren Warte des Fachwissenschaftlers möglich ist“.
 
 
 
 
 

 
Rainer Winkler hat seitdem die Beiträge zur Schleswiger Stadtgeschichte als Redaktionsleiter maßgeblich geprägt. Vom Editorial über die Lebensberichte und die Leserecke bis zu den größeren farbigen Fotos, die Beiträge wurden, wie zahlreiche Rückmeldungen bestätigten, moderner und lesbarer ohne ihren Qualitätsanspruch zu verlieren. Sein besonderes Interesse galt der baulichen Entwicklung unserer Stadt, die er sachkundig beschrieb und kritisch begleitete.
 

 
Die Zusammenarbeit mit Rainer Winkler war stets freundschaftlich und vertrauensvoll. Er zeichnete sich durch eine große Verlässlichkeit aus, eine Tugend, die heute nicht immer selbstverständlich ist. Dass sein Haus auch für Sitzungen und Gesprächskreise stets offen stand, sei nur am Rande vermerkt.

 
Mit seiner Familie sowie vielen Freunden und Kollegen trauert die Gesellschaft für Schleswiger Stadtgeschichte um ihr engagiertes Mitglied und guten Freund. Wir werden ihn nicht vergessen.

Klaus Nielsky

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